johannes schreiter and light as a graphic medium

Johannes Schreiter und das Licht als grafisches Medium

Das Bild verändert sich wenn Licht durch es hindurchfällt

Glasmalerei ist ein grafisches Medium, dessen Erscheinungsbild nicht statisch bleibt. Farbe, Transparenz und die Struktur eines Fensters stehen im Wechselspiel mit wechselnden Lichtverhältnissen. Die Arbeiten von Johannes Schreiter bieten einen Ansatzpunkt, um zu untersuchen, wie visuelle Informationen Teil eines Raumes werden, anstatt lediglich ein Bild auf dessen Oberfläche zu bleiben.

Die Stadt Langen dokumentiert Schraiters Werk aus den Bereichen Grafik und Glas. Seine abstrakte Formensprache regt dazu an, Linien, Unterbrechungen und Farbfelder zu erkunden. Die Botschaft des Designers besteht darin, die Beziehungen zwischen einer grafischen Struktur, ihrer materiellen Umsetzung und ihrem sich wandelnden Umfeld zu untersuchen.

Eine Linie kann einen Raum strukturieren

Eine Hilfslinie oder eine grafische Markierung kann eine Grenze innerhalb des Fensters definieren und die Wahrnehmung der umgebenden Architektur beeinflussen. Farbe kann als Fläche oder als in den Raum fallendes Licht erscheinen. Die Wirkung des Bildes reicht über den Rahmen hinaus, durch den es entstanden ist.

Man muss unterscheiden zwischen dem Betrachten eines Fotos und dem tatsächlichen Aufenthalt an einem Ort. Das Foto wählt eine bestimmte Beleuchtung, einen bestimmten Blickwinkel und eine bestimmte Belichtung aus. Es mag zwar Details offenbaren, lässt dabei jedoch möglicherweise das Größenverhältnis oder die Atmosphäre der Begegnung außer Acht. Beide Darstellungsformen sind nützlich, solange ihre Grenzen klar bleiben.

Abstraktion beseitigt den Kontext nicht

Ein abstraktes Fenster kann eher durch Rhythmus, Dichte und Unterbrechung als durch eine konkrete Szene wirken. Die Interpretation hängt nach wie vor von seinem Standort, der Architektur und dem Publikum ab. Das Fehlen von Figuren bedeutet nicht, dass das Werk kulturell neutral oder bedeutungslos ist.

Ermitteln Sie bei einem Designprojekt, welche Informationen eindeutig sein müssen und welche offen bleiben können. Ein dekorativer Paravent kann Mehrdeutigkeiten zulassen. Ein Wegweiser benötigt hingegen erkennbare Anweisungen. Das gemeinsame Medium macht die Zwecke nicht austauschbar.

Die Materialstruktur gehört zur Komposition

Die Glasherstellung, die Verbindung und der Einbau bringen sowohl Einschränkungen als auch Möglichkeiten mit sich. Die grafische Anordnung lässt sich nicht vollständig von der sie tragenden Struktur trennen. Durch Fertigung und Wartung können sich das mögliche Muster, die Abmessungen oder die Oberfläche verändern.

Dies bietet einen nützlichen Vergleich für beleuchtete Oberflächen und Architekturgrafiken. Testen Sie die gesamte Anlage, einschließlich der Lichtverhältnisse und der Personen, die sie bedienen werden. Ein gelungenes visuelles Konzept benötigt dennoch eine zuverlässige Möglichkeit, dauerhaft sichtbar zu bleiben.

Ein ausgearbeitetes Designbeispiel

Bei einer Leuchtreklame kommt eine durchscheinende, farbige Platte zum Einsatz. Bei eingeschaltetem Licht hebt sich die Grafik deutlich ab, während sie sich bei Tageslicht harmonisch in die umgebende Fläche einfügt. Das Team hat den einen Zustand überzeugend gestaltet, den anderen jedoch ungelöst gelassen.

Vergleichen Sie das Material, die Kontraste und den Hintergrund in beiden Fällen. Eine veränderte Strichstärke oder ein verändertes Flächenverhältnis kann die Erkennbarkeit gewährleisten, ohne dass das Schild dabei hell beleuchtet bleiben muss. Untersuchen Sie, welche Informationen erhalten bleiben müssen und welche Abweichungen dennoch aussagekräftig bleiben können.

Schreiters Fenster bieten einen aufschlussreichen künstlerischen Vergleich für den Wandel der Erscheinungsform dieses Mediums. Ein Schild hat eine spezifischere Kommunikationsaufgabe, daher gelten hierfür andere Kriterien. Die gemeinsame Erkenntnis besteht darin, die Grafik, das Material und das Licht gemeinsam zu bewerten, anstatt das Bild losgelöst von den Bedingungen zu beurteilen, die es sichtbar machen.

Eine praktische Übung

Gestalten Sie eine einfache, durchscheinende Platte unter Verwendung von zwei Farben und einer Linienstruktur. Betrachten Sie diese bei Tageslicht, diffusem Kunstlicht und vor einem dunkleren Hintergrund. Halten Sie fest, wie sich die wahrgenommene Hierarchie verändert. Platzieren Sie die Platte in einem Raummodell und beobachten Sie, wie die Farbe auf die umgebenden Flächen übergeht. Passen Sie die Komposition an einen bestimmten Zweck an und unterscheiden Sie dabei zwischen dem Effekt, den Sie beibehalten möchten, und den Variationen, die Sie begrüßen.

Das Motiv befindet sich nicht nur auf dem Glas. Es lebt auch in dem Licht, das von ihm ausgeht.

Eine Betrachtung der Bilder

Ein Fensterentwurf von Johannes Schreiter verwandelt Glas in eine grafische Komposition. Linien und Flächen erhalten eine neue Dimension, wenn Licht durch das Material fällt.
1. Ein Fensterentwurf von Johannes Schreiter verwandelt Glas in eine grafische Komposition. Linien und Flächen erhalten eine neue Dimension, wenn Licht durch das Material fällt.
Schreiter’s Chorfenster in Douai veranschaulichen die Einbindung des Entwurfs in die Architektur. Der Raum, der Blickwinkel und das Tageslicht beeinflussen die Wahrnehmung des Werks.
2. Schreiter’s Chorfenster in Douai veranschaulichen die Einbindung des Entwurfs in die Architektur. Der Raum, der Blickwinkel und das Tageslicht beeinflussen die Wahrnehmung des Werks.
Ein Buntglas-Vordach von Brian Clarke dient als Vergleich, nicht als Zuschreibung an Schreiter. Die Farbgebung im oberen Bereich verdeutlicht einen weiteren Zusammenhang zwischen grafis
3. Ein Buntglas-Vordach von Brian Clarke dient als Vergleich, nicht als Zuschreibung an Schreiter. Die Farbgebung im oberen Bereich verdeutlicht einen weiteren Zusammenhang zwischen grafischer Komposition und genutztem Raum.

Weiterführende Informationen und Querverweise

f/p Kommunikationsdesign

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f/p – Markendesign und Corporate Identity

Eine wiedererkennbare Form mit einem Identitätssystem verknüpfen, das über alle Kontaktpunkte hinweg umgesetzt werden kann.

Praktischer Leitfaden: Die Wahl eines Partners für Architektur und Innenarchitektur

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Literaturverzeichnis

City of Langen on Johannes Schreiter

Bildnachweise

1. Entwurf der Fenster der christlichen Hauptfeste von Johannes Schreiter.jpg

Urheber oder angegebene Quelle: Johannes Schreiter · CC BY-SA 3.0 de

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2. Johannes Schreiter stained glass choir windows, Église Notre-Dame de Douai.jpg

Urheber oder angegebene Quelle: Chris Gascoigne · CC BY-SA 4.0

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3. Victoria Quarter Leeds modern abstract stained glass canopy by Brian Clarke,1990.jpg

Urheber oder angegebene Quelle: see source record · CC BY-SA 4.0

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